Im Tarif 55+ der ROLAND Rechtsschutzversicherung profitieren Versicherte von einem großen Dienstleisternetzwerk mit Support-Services zu Reisen, Alltag und Gesundheit. Erfahren Sie, welche Leistungen ROLAND übernimmt, welche Regeln für Anwaltsbesuche gelten und welche Ausschlüsse beim Fahrrad-Schutzbrief und bei Pflegeplätzen zu beachten sind.
Wir verfügen über ein großes Dienstleisternetzwerk und bieten Ihnen Services von externen Dienstleistern. Risikoträger für die folgenden Leistungen ist die ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG:
- Service-Leistungen Reisen
- Service-Leistungen Alltag
- Service-Leistungen Gesundheit
Ergänzend zu Ziffer A 5.1.2 gilt Folgendes:
Wir tragen die gesetzlichen Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder eines Rechtsanwalts für den Besuch bei Ihnen. Der Rechtsanwalt muss im Landgerichtsbezirk des Besuchsorts zugelassen sein. Wir tragen diese Kosten für den Besuch des Rechtsanwalts bei Ihnen auch unabhängig von Unfall, Krankheit oder sonstigen körperlichen Gebrechen.
In den in Ziffer A 6 beschriebenen Fällen haben Sie keinen Versicherungsschutz. Im Folgenden sind die Besonderheiten zum Rechtsschutz 55+ aufgezeigt.
Für die Beistandsleistungen des Fahrrad-Schutzbriefes gelten folgende Ausschlüsse:
Soweit nicht etwas anderes vereinbart ist, gilt:
Sie können von uns keine Leistungen erwarten, wenn das Ereignis:
- (1) durch Krieg, innere Unruhen, terroristische Handlungen, Anordnungen staatlicher Stellen oder Kernenergie verursacht wurde; wir helfen jedoch, soweit möglich, wenn Sie von einem dieser Ereignisse überrascht worden sind, innerhalb der ersten 14 Tage seit erstmaligem Auftreten,
- (2) von Ihnen vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde,
- (3) durch eine Erkrankung, die innerhalb von sechs Wochen vor Reisebeginn erstmals oder zum wiederholten Male aufgetreten ist oder noch vorhanden war, verursacht wurde.
Außerdem leisten wir nicht:
- (1) wenn Sie bei Eintritt des Schadens zum Führen des Fahrzeugs nicht berechtigt waren. Bei Verstoß gegen diese Obliegenheit besteht Versicherungsschutz nur für diejenigen versicherten Personen, die von diesem Verstoß ohne Verschulden oder leicht fahrlässig keine Kenntnis hatten. Bei grob fahrlässiger Unkenntnis des Verstoßes gegen diese Obliegenheit sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere des Verschuldens der versicherten Person entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Weist die versicherte Person nach, dass ihre Unkenntnis nicht grob fahrlässig war, bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Der Versicherungsschutz bleibt auch bestehen, wenn die versicherte Person oder der Fahrer nachweisen, dass die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung oder den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung ursächlich war,
- (2) wenn Sie mit dem Fahrrad bei Schadeneintritt an einem Radrennen, einer dazugehörigen Übungsfahrt oder einer Geschicklichkeitsprüfung teilgenommen haben, sofern diese Veranstaltungen bzw. Fahrten auf zu diesem Zweck, auch nur zeitweise, abgesperrten Strecken stattfinden,
- (3) wenn Sie bei Eintritt des Schadens das Fahrrad zur gewerbsmäßigen Vermietung verwendet haben,
- (4) wenn Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen oder sonstige gesetzliche Bestimmungen der Erbringung unserer Dienstleistung entgegenstehen,
- (5) wenn im Rahmen der Leistungen ab einer Entfernung von zehn Kilometern ab Ihrem Wohnsitz (siehe Ziffer 3.23.2) der Schadenort weniger als zehn Kilometer Wegstrecke von Ihrem ständigen Wohnsitz entfernt liegt,
- (6) für den Transport eines am Fahrrad befindlichen Akkus, wenn dieser durch das versicherte Schadenereignis beschädigt wurde.
Haben Sie aufgrund unserer Leistungen Kosten eingespart, die Sie ohne den Schadeneintritt hätten aufwenden müssen, können wir unsere Leistung um einen Betrag in Höhe dieser Kosten kürzen.
Bei vorsätzlicher Verletzung einer Obliegenheit besteht kein Versicherungsschutz. Wird eine dieser Obliegenheiten grob fahrlässig verletzt, sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Weisen Sie nach, dass Sie die Obliegenheit nicht grob fahrlässig verletzt haben, erbringen wir unsere Leistung. Wir erbringen unsere Leistung auch, wenn Sie nachweisen, dass die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Schadenfalls noch für die Feststellung oder den Umfang der uns obliegenden Leistung ursächlich war. Das gilt nicht, wenn Sie die Obliegenheit arglistig verletzt haben.
Für die Beistandsleistungen „Platz in einer vollstationären Pflegeeinrichtung“ gilt zusätzlich zu den in Ziffer A 6 beschriebenen Fällen folgender Ausschluss:
- Wir erbringen keine Leistungen in Fällen, in denen die Hilfsbedürftigkeit bereits vor Vertragsbeginn vorhanden war.
Was bedeutet das konkret?
Im Rechtsschutz 55+ stehen Ihnen über ein Dienstleisternetzwerk zusätzliche Services rund um Reisen, Alltag und Gesundheit zur Verfügung, für die die ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG einsteht. Ergänzend kann ein Rechtsanwalt Sie besuchen, wobei die gesetzlichen Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder übernommen werden. Bei den Beistandsleistungen des Fahrrad-Schutzbriefs und beim Pflegeplatz gelten allerdings bestimmte Ausschlüsse, die Sie beachten sollten. Diese Paraphrase dient nur als Lesehilfe – maßgeblich sind die genauen Angaben oben.
Häufige Fragen
Welche Support-Services bietet der Tarif 55+?
Über ein großes Dienstleisternetzwerk werden Service-Leistungen zu Reisen, Alltag und Gesundheit angeboten. Risikoträger für diese Leistungen ist die ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG.
Werden die Kosten für einen Anwaltsbesuch bei mir übernommen?
Ja. Die gesetzlichen Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder eines Rechtsanwalts für den Besuch bei Ihnen werden getragen – auch unabhängig von Unfall, Krankheit oder sonstigen körperlichen Gebrechen. Der Rechtsanwalt muss im Landgerichtsbezirk des Besuchsorts zugelassen sein.
Wann besteht beim Fahrrad-Schutzbrief kein Leistungsanspruch?
Es besteht unter anderem kein Anspruch bei Ereignissen durch Krieg, innere Unruhen, terroristische Handlungen, Anordnungen staatlicher Stellen oder Kernenergie, bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Verursachung sowie bei bestimmten Erkrankungen innerhalb von sechs Wochen vor Reisebeginn. Weitere Ausschlüsse gelten etwa bei fehlender Fahrberechtigung, Radrennen, gewerbsmäßiger Vermietung oder beschädigten Akkus.
Gilt für den Pflegeplatz eine besondere Einschränkung?
Ja. Für die Beistandsleistung „Platz in einer vollstationären Pflegeeinrichtung“ werden keine Leistungen erbracht, wenn die Hilfsbedürftigkeit bereits vor Vertragsbeginn vorhanden war.
Was passiert bei Verletzung einer Obliegenheit?
Bei vorsätzlicher Verletzung besteht kein Versicherungsschutz. Bei grober Fahrlässigkeit kann die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens gekürzt werden. Weisen Sie nach, dass Sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben oder die Verletzung nicht ursächlich war, wird die Leistung erbracht – außer bei arglistiger Verletzung.
Dokumentenversion (Veröff. Jahr): 2026